
Geboren und aufgewachsen im Pustertal.
Wie viele Buben meines Alters, habe ich die Sommer meiner Kindheit als
Hüterbub auf der Alm verbracht.
Berge, Witterung, Verantwortung für das Vieh, einfachstes Leben - ganz
sicher ist dort der Grundstein für das gelegt worden, was ich heute als
respektvolle Liebe zur Natur bezeichne.
"Draußen" , in der Bergwelt unterwegs zu sein - als Wanderführer oder Jäger
- ist für mich Freude, Entspannung und Abenteuer zugleich.
Höhenmeter, Zeiten, Rekorde spielen eine untergeordnete Rolle. Sicher, als
Wanderführer begleite ich Menschen auch durch eine Grenzerfahrung wie 24
oder 36 Stunden Wanderungen. Es darf auch mal " zach" sein einen Gipfel zu
erreichen.
Mein Anliegen sind aber die eher stillen Touren. Dorthin gehen, wo bereits der Weg das Ziel ist.
Mit der nötigen Langsamkeit die es braucht, um beispielsweise Wild zu
entdecken, über blühende Bergwiesen zu staunen , Stille zu hören oder Weite
neu zu definieren.
Und natürlich mit Zeit für die Musik. Singen und Ziehharmonika spielen - ist
nicht an Hütten oder Gasthöfe im Tal gebunden. "Ich lieb' die Berge meiner
Heimat" an einem Gipfelkreuz anzustimmen, berührt einen immer wieder.
Südtirol ist ein Land der Lieder. Sie erzählen Geschichte und Geschichten.
Die Tradition des miteinander Singens zu pflegen - ist gerade im Zeitalter
von iPod und CD's wichtig. Da bin ich gerne "altmodisch".
Südtiroler sein, zu Wurzeln, Traditionen,Tracht und Bräuchen zu stehen - ist
durchaus kein Widerspruch zu Modernität und liberaler Gesinnung.
Privat bin ich Vater von Johannes und Petra.